Differancistrus und Pseudacanthicus

FÜRTH – Zum Monatstreffen im September stellten sich zwei Funktionäre des BSSW in Mittelfranken vor. Karl SCHWAMM, Jugendleiter der IG, und Markus KALUZA, der Fischgruppenleiter Welse referierten über jeweils eine ihrer Lieblingsgattungen aus eben jener Fischgruppe. Zum Teil war es sehr wissenschaftlich, zum Teil waren auch Züchterbeobachtungen aus dem Hobby dabei.

© Karl SCHWAMM

Karl berichtete uns zunächst etwas über „Differancistrus“, also über die „vernachlässigten Unterschiede in der Haltung und Vermehrung von Ancistrus„. Er ging auf die Vermehrung dreier sehr unterschiedlicher Ancistrus-Arten ein und präsentierte alle Unterschiede in Haltung, Vermehrung, Eigrößen und Aufzucht. Es war wirklich bemerkenswert, welche Schlüsse sich anhand der Erkentnisse ziehen ließen und sicher alle der Anwesenden haben einen neuen Blickwinkel mitgenommen, der ihnen auch zukünftig bei der Hobbyzucht hilfreich sein wird.

© Markus KALUZA

Der zweite Vortrag „Viele Kakteen und doch keine Wüste“ von Markus ging deutlich mehr in die Wissenschaft. Nachdem Timo SCHELLENBERG im Januar bereit über die Zucht von Kaktuswelsen sprach, wollte Markus nicht viel Wissen über die Vermehrung wiederholen und begab sich deshalb auf wissenschaftliches Terrain. Seine gute Vernetzung bei Wels-Biologen weltweit wurde schnell klar, dass viele Beobachtungen an Kaktuswelsen durch uns Aquarianer bald als wissenschaftliche Fakten gelten werden. Über den Art- und Verwandheits-Status der einzelnen Formen konnte und wollte Makrus aber noch nichts sagen. Das haben wir versucht im inoffiziellen Teil bei einem Bierchen zu besprechen.

Insgesamt war es wieder eine runde Veranstaltung, die noch mehr Teilnehmer verdient gehabt hätte. Gerade über Antennenwelse wissen wir im Hobby, obwohl fast jedes Aquarium einen Ancistrus beherbergt, noch zu wenig und belächeln sie zu oft als „Putzerfische“. Dabei sind sie wirklich faszinierende Pfleglinge und in kaum einer anderen Gattung gibt es zwischen den Arten so große Unterscheide.

Die RG Nordbayern bedankt sich jedenfalls recht herzlich bei den Rheinischen Frohnaturen für die tollen Vorträge und die extrem umfangreichen Infomationen. Auf hoffentlich bald!

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