Ein Kurzbericht zur Vermehrung von Hypancistrus sp. “L 333” im Aquarium

von Wolf-Hendrik KORB, Glauchau – erschienen im BSSW-Report 2-2004

Auf dem Heimweg vom 2003 Treffen der Mecklenburger Welsfreunde in Negast habe ich mir vier Tiere von New Queen Arabesque L 333 mitgebracht. Beim Herausfangen ließ sich noch kein Paar ausmachen. Also bezogen die Tiere zusammen mit sechs L 134 ein Becken mit den Maßen 75x55x35 cm, welches zentral über einen Rieselfilter gereinigt wird. Auf Bodengrund habe ich weitestgehend verzichtet. Als Einrichtung habe ich lediglich einige Schieferplatten sowie mit Javafarn bepflanzte Holzstücke sowie einige unterschiedliche Tonhöhlen verwendet. Die Wassertemperatur habe ich bei 29 °C eingestellt. Der pH Wert liegt bei 6,5 bis 7.0. Gefüttert wurde mit Artemia und Dupla Granulat sowie Duplarin G.

Zunächst passierte einmal eine ganze Weile nichts. Drei der vier L 333 waren ständig in den Tonhöhlen verschwunden. Ein Tier lag ständig unter einer großen Wurzel. Nachdem ich meine Aquarienfreunde mit meinen Fragen “genervt” habe, wie ich denn diese Fische motivieren könnte, sich zu vermehren, bekam ich den Tipp, es einmal mit einer Höhle mit seitlichem Eingang zu versuchen. Ich legte zwei diese Höhlen mit in das Becken, wechselte die Hälfte des Wassers und senkte gleichzeitig die Temperatur auf 27 °C. Schon am nächsten Morgen bekam ich zwei der Tiere zu sehen, welche sich in der Höhle – wohl um die Höhle – balgten, so dachte ich jedenfalls. Einen Tag später hatte eines der Tiere die Höhle erfolgreich verteidigt und fächelte zu meiner großen Verwunderung und Freude. Dieses erste sowie auch nach kurzer Zeit das zweite Gelege wurden jedoch aus der Höhle herausgefächelt und verpilzten.

In der Nacht vom 17.10.2003 wurde ein 3. Mal abgelaicht. Fünf Tage später wurden Eier herausgefächelt, diesmal jedoch nur drei, auch diese verpilzten einen Tag später. Um ein Störung durch die anderen Fische zu vermeiden, habe ich die Höhle in ein separates Einhängebecken gegeben. Am nächsten Morgen wagte ich einen Blick mit der Taschenlampe in die Höhle, die Jungfische hatten noch einen kleinen Dottersack, waren aber schon typisch braun-gelb gestreift. Am 02.11.2003 hat ein Teil der Jungfische die Höhle verlassen, den Rest, insgesamt 19 Tiere habe ich dann einen Tag später aus Höhle geschüttelt. Die Jungfische füttere ich mit Duplarin micro und zermörsertem Duplarin G. Gern wird auch ein Salat- oder auch Löwenzahnblatt zerraspelt. Am nächsten Tag hat man den Eindruck, als hätte man eine Gitterpflanze im Becken. Die Jungfische wachsen ziemlich schnell. Ich habe Sie in ein separates Aufzuchtbecken umgesetzt, zwischenzeitlich haben die Elterntiere zwei weitere Male abgelaicht, diesmal habe ich keine Verluste bemerkt.

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