Ein Panzerwels der Extraklasse

von Tonia Gassner & Erik Schiller, Fotos von Ingo Seidel – Erschienen im BSSW Report 2-2005

Schon FRANKE benutzte 1993 diese Überschrift, als er einen Artikel über Corydoras pulcher in der Datz veröffentlichte. Da Corydoras pulcher mit Corydoras ornatus eng verwandt ist, hielt ich diese Überschrift für zutreffend und wählte sie noch einmal. Der Name ,ornatus” leitet sich vom lateinischen ab und bedeutet soviel wie der ,Gutaussehende und Hervorragende”. Es ist eine Anspielung auf die hübsche Zeichnung dieses Corydoras.

Die Tiere, die ich in einer Zoohandlung erstanden hatte, wiesen einige kleine Unterschiede zu den von NIJSSEN & ISBRÜCKER 1976 als Corydoras ornatus beschrieben Exemplaren auf, deshalb bezeichnen wir diese Tiere hier als Corydoras sp.aff. ornatus (=C 141, EVERS 2005). Auch der Fundort ist unterschiedlich. Die Typuslokalität von Corydoras ornatus liegt in Brasilien im Bundesstaat Pará. Der Rio Tapajós, 80 km östlich von Jacareacanga wird in der Erstbeschreibung angegeben. Die Corydoras sp.aff. ornatus werden gemeinsam mit Corydoras sodalis, einer C. agassizi ähnlichen Art und Corydoras elegans aus dem Rio Purus, Bundesstaat Amazonas importiert.

Meine kleine Gruppe Corydoras sp.aff. ornatus bezog ein Aquarium mit den Maßen 65x50x40 cm, bepflanzt mit mehreren Büscheln Anubias. Eine feine Schicht heller (nicht weißer) Sand, gemischt mit feinkörnigem Kies, bedeckte den Boden. Einige Steinhöhlen und Wurzelstückchen vervollständigten die Einrichtung. Ein Innenfilter sorgte für klare Wasserverhältnisse, zur Hälfte war das Aquarium abgedunkelt. Zusätzlich wurde über Torf gefiltert, einige Blätter Eichenlaub und ein paar wenige Erlenzäpfchen verliehen dem Wasser eine tiefbraune Färbung. Das Aquarium teilten sich die Corydoras sp.aff. ornatus mit einigen Corydoras axelrodi und Guppy-Jungfischen. Bei dieser Einrichtung, einer nicht zu starker Strömung und folgenden Wasserwerten fühlten sich meine Corydoras sp.aff. ornatus so richtig wohl. Die Temperatur schwankte zwischen 23-25 °C, die Gesamthärte lag unter 8° dGH und der pH-Wert hatte sich knapp unter dem neutralen Bereich eingepegelt…

Lesen Sie weiter im Report Heft 2-2005…

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