Ein weiterer Beitrag zur Diskussion über die Validität von Megalechis-Arten und Synonymen von Callichthyinen, die dem Genus Megalechis, Reis 1997 zugeordnet werden

von Dr. Joachim Knaack, Neuglobsow, erschienen im BSSW Report 3-2006

Im letzten BSSW-Report hat FRANZ (2006) die wechselnde Zuordnung von Arten und Synonymen innerhalb der Gattung Megalechis kritisch vorgestellt. Anlass dazu war die Veröffentlichung von REIS et al. (2005) „New Arrangement in the Synonymy of Megalechis“. Die von REIS (1997) vorgenommene Revision der Gattung Hoplosternum, basierend auf seiner Dissertation von 1993 war, was die Gattungsbewertung anbelangt, für die Systematik der Callichthyinen ein Fortschritt.

Das in den Museen vorhandene Material, welches unter Callichthys und Hoplosternum archiviert ist, gestattete zwar eine relativ sichere Abgrenzung von Gattungen, wie die Abtrennung der neuen Gattungen Megalechis REIS 1997 und Lepthoplosternum REIS 1997 aus dem Genus Hoplosternum. Aber für Arten wie z.B. Callichthys pictus und Callichthys exaratus, beide von MÜLLER und TROSCHEL 1848 beschrieben und jetzt zweifelsfrei dem Genus Megalechis zuzuordnen, ist meist nur ein Exemplar (der Holotypus) vorhanden. Konkrete Hinweise wie genaue Fundortangaben und Lebensraumverhältnisse fehlen. Fragen der innerartlichen Variabilität, sowie Geschlechtsdimorphismus und -dichromatismus standen damals nicht zur Diskussion und somit fehlen eigentliche Sammelserien, die heute Standard wären. Die Fangart von Fischen im vorigen Jahrhundert, deren Konservierung und Aufbewahrung während einer Expeditionsreise und der lange Transport erfolgten unter schwierigen Verhältnissen und führten zu negativen Auswirkungen auf das gesammelte Material. So gelangten häufig auch Loricariiden und Callichthyiden schon im beschädigten Zustand in die Museen…

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