Brasilien

RG Niedersachsen: Treffen 13.12.2014

„Neues aus Brasilien“ betitelte unser kleiner Kaiser Daniel Konn-Vetterlein seinen Vortrag, den er am 13.12.2014 bei der Regionalgruppe Niedersachsen hielt. „Nie Gesehenes und bald nicht mehr zu Sehendes vom Rio Xingú“ hätte als Titel auch gepasst. Ich will nicht vorausgreifen, wieso dieser Titel erschreckenderweise Sinn macht.

Weiterlesen

RG Nordbayern: RG-Besuch am Rio Xingu

Samstag der 17.1.2015 war angebrochen und wie fast jeden 3. Samstag im Monat ging es wieder auf in die Gaststätte Kirchberger. Dieses Mal hatte sich Daniel Konn-Vetterlein, Vorsitzender der IG BSSW, mit seinem Bericht „Nah dran am Damm – 500 km unterwegs auf dem Rio Xingu“ aka „Neues aus Brasilien … mit Blick in’s Labor“ angekündigt.

Weiterlesen

Neuer Panzerwels beschrieben – Corydoras urucu

von Markus Hufgard, Hösbach-Rottenberg – erhalten am 05.01.2010

Der brasilianische Ichthyologe Marcelo BRITTO und seine Mannschaft sind immer wieder für Überraschungen gut. So konnte er auch dieses Mal einen neuen, in der Aquaristik vollkommen unbekannten Panzerwels beschreiben.

Die neue Art, die den Namen Corydoras Urucu trägt, kommt aus dem gleichnamigen Fluss Rio Urucu. Er ist im brasilianischen Bundesstaat Amazonas ein südlicher Zufluss des Rio Solimoes (Oberer Amazonas), der bei Coari in diesen mündet.

Corydoras Urucu ähnelt sehr stark an den uns wohl bekannten Corydoras arcuatus. Der Unterschied in der Zeichnung liegt darin, dass das Längsband gegenüber Corydoras arcuatus schon oberhalb des Auges endet. Ebenso ist dieses Tier wesentlich langgestreckter und besitzt ein runderes Schnauzenprofil. Weiterlesen

Characidae – Amazonspinther dalmata – Neue Gattung und Art beschrieben

Amazonspinther dalmata

Amazonspinther dalmata - Copyright Neotropical Ichthyology

Das Salmlernetz schreibt zur Familie der Characidae:

„Die Characidae enthalten eine ganze Reihe von mehr oder weniger räuberisch lebenden Fischen meist mittlerer Grösse, die über den Grossteil Südamerikas verbreitet sind und in Mittelamerika bis Guatemala vorkommen.“

Die kürzlich von Bührnheim, Carvalho, Malabarba und Weitzman beschriebene Art (und Gattung) ist sicherlich nicht mit dem Attribut „mittlere Größe“ zu belegen. Bei Amazonspinther dalmata handelt es sich, ganz im Gegenteil, um eine ausnehmend kleine und sehr attraktive Art. Laut Erstbeschreibung erreichen diese Schmuckstücke eine SL von ca. 20 mm. A. dalmata wurde in kleinere Nebenarmen der Flüsse Rio Purus und Rio Madeira im Amazonas-Staat/Brasilien gefunden. Syntop gefangene Arten waren beispielsweise:

typuslokalitaet

Copyright Neotropical Ichthyology

  • Axelrodia lindeae
  • Iguanodectes spp
  • Microschemobrycon geisleri
  • Tyttocharax madeirae
  • Gnathocharax steindachneri
  • Phenacogaster beni
  • Hemigrammus sp.

sowie folgende, beim Schreiberling Bedürfnis-weckende Arten:

  • Odontocharacidium aphanes
  • Elachocharax pulcher
  • Ammocryptocharax elegans
  • Microcharacidium sp.

Was ist Leporinus pictus?

von Hans-Georg Evers, Hamburg – erschienen im BSSW Report 1-2002

Leporinus pictus

Leporinus pictus

Auf einer Fischfangreise im südöstlichen Brasilien konnten Maik Beyer (Maricá bei Rio de Janeiro) und ich im November 2001 einige interessante Fische fangen. Darunter war auch ein Salmler, den ich in dieser Gegend gar nicht vermutet hatte. Wir fischten im Rio Pardo nahe der Stadt Ribeirão Preto nachts mit einem Wurfnetz, um die vielen grossen Hypostominae dieses Flusses näher kennen zu lernen. Über die Welse ist gesondert berichtet worden (EVERS & SEIDEL, im Druck), deshalb hier in Kürze nur ein kleiner Bericht über den Salmler, der mich so verwunderte. Als wir die „tarrafa“ – so nennt man die Wurfnetze in Brasilien – aus dem Wasser zogen, hatten wir auch einen gut 20 cm grossen Salmler im Netz, den ich von Körperform und Flossenzeichnung zunächst als Leporellus vittatus angesprochen hätte, wenn nicht der Körper lediglich ein breiteres Längsband und einen Rückenstreifen zeigte, sowie den schmalen Bauchstreifen des echten Leporellus vittatus vermissen liess. Die Art Leporellus vittatus (VALENCIENNES, 1850) ist aus dem Amazonas-Tiefland beschrieben und ich habe die Art schon oft in verschiedenen Gegenden am Amazonas selbst gefangen. So hatte ich Leporellus vittatus schon in Peru bei Pevas, im Rio Tefé, am mittleren Rio Negro und am Rio Araguaia (alles Brasilien) in den Netzen. Niemals überschritten selbst die grössten Exemplare die 15 Zentimetermarke und der Körper wirkte selbst bei den ganz grossen Exemplaren etwas schlanker und nicht so gedrungen wie mein Fang von Rio Pardo. Weiterlesen

Zwischen São Paulo und Salvador

von Maik Beyer, erschienen im BSSW Report 2-1997
Caixa Postal 113718
24900 Marica
Rio de Janeiro, Brasil
Fax: +55/21/7371962

Nein, dies ist leider kein Barben-, Salmler-, Schmerlen- oder Welsbericht! Aber eigentlich fing alles ganz harmlos an…

Meine Eltern kauften sich im Herbst 1988 ein 200 Liter Aquarium und entschlossen sich, es in mein Zimmer zu stellen. Damit war der erste Schritt getan, jetzt gab es kein Zurück mehr. Als ich dann 1989 auch noch auf der Norderstedter-Zierfisch-Börse einige schwarze Corydoras erwarb, die sich hinterher in keiner meiner Aquarienliteratur finden ließen, war es auch schon um mich geschehen. Über kurz oder lang mußte man mit einem solchen Problem ja auf den „Hamburger-Wels-Papst“ treffen! Damals war ich so an die 15 Jahre jung und was sich mir bei Hans-Georg Evers für skurile Welse zeigten, war einfach faszinierend. Nachdem Hans dann auch noch einen 20 cm großen Loricariichthys platymetopon mit der Hand aus dem Becken fischte, war ich „völlig weg“. Weiterlesen