Danio

Acanthocobitis zonalternans und Nachwuchs in Thailand

Aus dem fernen Asien (Thailand, Provinz Phang Nga) grüßt ein BSSW-Mitglied mit Fotos vom Ban Niang Bach/Fluss, in dem am Ende der Trockenzeit Acanthocobitis zonalternans unter Wasser fotografiert wurden:

Bach Ban Niang (Chong Fah) und Acanthocobitis alternans

Bach Ban Niang (Chong Fah) und Acanthocobitis alternans

In dem Bach sind an Fischen anzutreffen: Neolissocheilus sp., Devario regina, Danio kerri, Channa gachua, Schistura ssp. und eben die Acanthocobitis zonalternans.

Diese Art wurde im Aquarium schon mehrfach nachgezüchtet (McINERNY, TANNER, OTT). Interessant ist, dass in dem Bach hier fast zum Ende der Trockenzeit (Februar 2009) juvenile A. z. anzutreffen sind. In dieser Größe hätte man sie eigentlich im Dezember (nach der Regenzeit) erwartet.

Danio erythromicron, (ANNANDALE) 1918

von Marc SCHNAU, Dörverden mit Bildern von Ye Hein HTET, Myanmar – erschienen im BSSW-Report 2-2008

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Fischer auf dem Lake Inle, Copyright Ye Hein HTET

Im Zuge der Aufregung um die schönen Microrasbora sp. „Galaxy“ (mittlerweile Danio margaritatus; für einige Monate in eine eigene Gattung – Celestichthys (ROBERTS) 2007 – gestellt gewesen) tauchten im Frühjahr 2007 weitere sehr interessante Bärblinge bei den Großhändlern und in der Folge in einigen wenigen Händlerbecken auf.

Sowohl Bärblinge, welche zwischenzeitlich schon einmal in Vergessenheit gerieten, also auch Bärblinge, die „brandheiß“ sind, kaum entdeckt schon in Europa – so zum Beispiel „TW01“, „TW02“ und „TW03“ von Tin WIN/Myanmar, aber auch eine Art, welche von ANNANDALE schon 1918 als Microrasbora erythromicron beschrieben wurde, Danio erythromicron.

Diese Bärblingsart ist für mich persönlich die wohl schönste Art aus der Unterfamilie der Danioninae, die Tiere gefallen mir deutlich besser als D. margaritatus. Nachdem ich diese Art in einem Bremer Händlerbecken erstmals in voller Pracht sehen konnte, war es mir nicht möglich, der Versuchung zu widerstehen; ich erwarb einige Exemplare. Erste Recherchen im Internet hatten zuvor zu verschiedenen, teilweise recht detaillierten, teilweise widersprüchlichen Informationen über Danio erythromicron geführt. Das irritierte mich in diesem Fall aber nicht sonderlich. Bevor es an das sogenannte „Zuchttagebuch“ geht, möchte ich zunächst einige Worte über die Herkunft von Danio erythromicron verlieren.

Das Habitat

Um sich dem Habitat von Danio erythromicron anzunähern, ist es vielleicht eine gute Idee, sich zunächst kurz das Land Myanmar anzuschauen. Myanmar (früher Birma/Burma) liegt zwischen Indien und Thailand, südöstlich des Himalaja und grenzt im Süden an den Indischen Ozean. Mit einer Fläche von annähernd 677.000 Quadratkilometern ist Myanmar fast 1,9-mal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Weiterlesen