Welse

1. Internationale L-Wels-Tage

Hallo Liebe Mitglieder,

was lange währt wird endlich gut.

1. Internationale L-Wels-Tage HannoverSo wird es hoffentlich auch bei den 1. Internationalen L-Wels-Tage in Hannover.

Einige von Euch dürften es ja auch schon erfahren haben, dass sind wir seit einiger Zeit dabei ein großes Wels-Treffen von der IG BSSW bzw. AG L-Welse organisieren.

Nun sind wir soweit, dass sämtliche Rahmenbedingungen stehen und auch die Homepage weitestgehend fertiggestellt ist, so dass wir mit unserem Projekt an die Öffentlichkeit gehen können.

Die Veranstaltung findet Ende November (27. – 29. 11. 2009) in Hannover statt.

Wir konnten viele namhafte Fachleute aus der Wels-Szene als Referenten gewinnen, wie u.a. Ingo Seidel, Hans-Georg Evers, Janne Ekström, Rainer Stawikowski und auch Jools Dignall, um nur einige zu nennen.

Auf der Website findet Ihr neben genaueren Informationen über die Veranstaltung, wie Hotel, Anfahrt, usw., auch eine kleine L-Wels-Börse für die Teilnehmer dieses Meetings.

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Corydoras cf. venezuelanus

von Christina-Johanne SCHRÖDER, Berne – erschienen im BSSW Report 1-2009

Abstract: Corydoras cf. venezuelanus is a species originally imported from Venezuela. It is closely related to C. aeneus and quite easy to breed. Sometimes a spawning stimulus is required, for example adding some leaves and fresh, cool water. The juveniles are fed with small live food and sturgeon dry food. Fungi growth can be inhibited by a brew of alder cones or leaves of the beach almond.

Ein ungefähr fünf Monate altes Tier von Corydoras cf. venezuelanus im Aquarium der Verfasserin

Ein ungefähr fünf Monate altes Tier von Corydoras cf. venezuelanus im Aquarium der Verfasserin

Zu diesem attraktiv blau-rötlich gefärbten Corydoras kam ich zufällig. Unser Aquarienkumpel Jörn CARSTENS bat meinen Freund Markus SCHULZ und mich, einige Monate seine Fische zu übernehmen. Die Möglichkeit, mehrere Panzerwels-Arten für einen begrenzten Zeitraum zu pflegen, konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

In die Corydoras cf. venezuelanus verliebte ich mich sofort. Während Corydoras sp. C 65, Corydoras sp. „Greenstripe“ und die Corydoras weitzmani sich als hartnäckige ,Unter-Wurzeln-Hocker“ entpuppten, wuselten die Corydoras cf. venezuelanus unbeeindruckt vom Umzug durch das Becken mit den Maßen 50 ∞ 50 ∞ 25 Zentimetern. Vergesellschaftet wurden sie mit den schon oben genannten Corydoras sp. „Greenstripe“.

Bei einer elektrischen Leitfähigkeit von 300 S/cm, einem pH-Wert um den Neutralpunkt und einer Temperatur um 25 °C fraßen sich die Weibchen mit einem Mix aus Lebend- und Trockenfutter rund. Zum Ablaichen konnten wir sie trotz großer Wasserwechsel vor, nach und während eines Tiefdruckgebiets anfangs nicht bewegen.

Nach einem Waldspaziergang brachte ich einige Eichenzweige mit Laub in das gut durchströmte Becken ein. Am nächsten Tag entdeckte ich circa 70 Eier, die in Trauben am Laub und an der Scheibe klebten. Nur wenige waren nicht befruchtet.

In meinem ersten Becken hatte ich Corydoras aeneus und vermehrte da auch ab und an ein paar Tiere. Von ernsthafter Panzerwelszucht hatte ich keine Ahnung. Auch mein Freund, von dem ich vermutete, dass er nach 20 Jahren Aquaristik schon einmal über den einen oder anderen Panzerwels gestolpert war, schüttelte den Kopf als ich fragte: „Was jetzt?“

Jungfische von Corydoras cf. venezuelanus ungefähr fünf Tage nach dem Schlupf. In diesem Alter schlagen sie sich schon die Bäuche mit Artemia-Nauplien voll

Jungfische von Corydoras cf. venezuelanus ungefähr fünf Tage nach dem Schlupf. In diesem Alter schlagen sie sich schon die Bäuche mit Artemia-Nauplien voll

Hervorragende Online-Betreuung erhielt ich durch Kurt MACK sowie Mathias TEUCKE. So motiviert sammelte ich die Eier ab, wechselte zwei Mal täglich das Wasser und pinselte die Plastikschale aus. Nach 36 Stunden schlüpften die ersten Larven. Morgens kanalisierte ich meine Morgenmuffeligkeit durch Wasserwechseln und Plastikschalenabpinseln, abends wurde es mein Zubettgeh-Ritual. Die eine oder andere Leiche musste ich anfangs aus den Schalen pipettieren. Nach zwei Tagen fraßen die Larven zuverlässig ihnen dargereichte Artemia-Nauplien und hier und da ein Mikrowürmchen, weitere drei bis vier Tage vergingen, bis sich die Larven pigmentierten. Zu diesem Zeitpunkt überführte ich die jungen Panzerwelse in einen Einhängekasten (bei Vielen „Gerdkasten“ genannt).

Währenddessen laichten die Elterntiere fast täglich. Meine anfängliche Unsicherheit war vergessen und ich sammelte munter Eier ab und pinselte brav die Schalen aus. Anfangs kämpfte ich mit Ausfällen und sichtlichen Verpilzungen. Der von Kurt MACK empfohlene Sud aus Erlenzäpfchen schaffte ebenso Abhilfe, wie das Einbringen eines Stückchen Seemandelbaumblatt. Anfangs fütterte ich die Jungtiere ausschließlich mit Lebendfutter, inzwischen bin ich dazu übergegangen, zusätzlich Störpellets zu füttern. Die Pellets haben die angenehme Eigenschaft, kaum zu zerfallen und lösen offensichtlich einen starken Fressreiz aus.

Durch den permanenten Wasseraustausch in den Einhängekästen wird die Wasserbelastung nicht zum Problem. Die Reste sauge ich nach einigen Stunden ab und reinige den Boden mit dem Finger oder einem Pinsel. Die jungen Corydoras wachsen durch diese Fütterung rasch und gleichmäßig.

Ein adultes Tier (rechts) und ein Jungfisch (links) im Alter von ungefähr vier Monaten

Ein adultes Tier (rechts) und ein Jungfisch (links) im Alter von ungefähr vier Monaten

Nach drei bis vier Wochen setze ich die Jungfische in ein eigenständiges Becken. Als die ersten Corydoras cf. venezuelanus zwei Zentimeter maßen, fingen sie an unförmig zu werden. Ob zu einseitige Ernährung oder schlechte Wasserhygiene die Ursache war, konnte ich nicht feststellen. Das von mir gut gemeinte Umsetzen in ein größeres Becken vertrugen einige Tiere schlecht und starben. Bei späteren Nachzuchten reagierte ich nicht spezifisch auf diese „Unförmigkeit“, die circa drei Monate nach Schlupf komplett verwachsen war.

Inzwischen bringe ich die Corydoras cf. venezuelanus alle zwei bis drei Monate ohne größere Anstrengungen gezielt zum Laichen. Als Stimulation reicht ein großer Wasserwechsel mit kühlem Regenwasser zu Beginn eines Tiefdruckgebiets. Falls es dann nicht losgeht, verändere ich die Beckeneinrichtung oder bringe neue Äste mit Laub direkt in die Strömung ein. Neben der Scheibe dient das Laub als beliebter Ablaichort. Der Laichakt kündigt sich durch aufgeregtes Auf- und Abschwimmen an der Scheibe von den sonst selten zur Oberfläche schwimmenden Tieren an.

Mein Trupp von fünfzehn Corydoras cf. venezuelanus laicht jeweils über einen Zeitraum von drei bis sieben Tagen. Je Laichakt kann ich zwischen 40 und 80 Eier absammeln.

Leider verlieren die Alttiere mit der Zeit ihre wunderschöne blau-rote Färbung und werden grau-grünlich. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei dem Corydoras cf. venezuelanus um einen attraktiven, einfach nachzuziehenden Panzerwels.

Auchenipterichthys thoracatus (KNER, 1858) (Auchenipteridae)

von Ingo SEIDEL, Ganderkesee – erschienen im BSSW Report 1-2001

Porträt zur Dia-Jahresgabe – Bild-Nummer 2000/03

Artname:

Auchenipterichthys thoracatus (KNER, 1858)
Zamorawels, Zamora-Mitternachtswels

Erstbeschreibung:

KNER, R. (1858): Ichthyologische Beiträge. II. Abtheilung. Sitzungsber. Akad. Wiss. Wien, 26: 373-448, Pls. 1-9.

Synonyme:

Auchenipterus thoracatus KNER, 1858; Auchenipterus thoracicus GÜNTHER, 1864 (ungerechtfertigter Ersatzname für Auchenipterus thoracatus).

Verbreitung:

In Bolivien, Brasilien und Peru weit verbreitete Art, die vor allem im oberen Amazonas-Einzug sowie in seinen großen südlichen Zuflüssen im Westen Brasiliens häufig ist. Typuslokalität ist der Rio Guaporé. Die Art lebt sowohl im Weiss- als auch im Klarwasser. Weiterlesen

Pflege und Zucht von Corydoras napoensis

von Yann FULLIQUET, Lausanne, Schweiz – übersetzung Stephan M. TANNER – erschienen im BSSW Report 3-2004

Diese Corydoras begegneten mir etwas unerwartet, als ich beim Besuch eines Zoogeschäftes eine Gruppe sehr junger Corydoras in einem Becken schwimmen sah. Sie waren 1,5 cm lang und erinnerten etwas an Corydoras pigmaeus, sowohl in Farbe wie auch Grösse, aber die Körperform war eindeutig unterschiedlich. Auf Anfrage sagte mir der Händler, es handle sich um Corydoras eques. Ich sage ihm, das kann nicht stimmen und da der Preis doch sehr fair war, nahm ich vier Exemplare mit nach Hause.

Die Tiere wurden zu einigen Otocinclus und Corydoras panda in ein 100-Liter Becken gesetzt. Sie gewöhnten sich gut ein und wuchsen stetig, bis sie ausgewachsen waren. So war ich schließlich in der Lage, sie als Corydoras napoensis zu identifizieren. Trotzdem spielte ich lange mit dem Namen Corydoras elegans, weil sich diese zwei Arten wirklich sehr ähnlich sehen. Heute kann ich aber klar sagen, dass es sich um Corydoras napoensis handelt, bedingt durch Ian FULLERS Zeichnungen von jungen Corydoras Larven in seinem schon berühmten Buch „Breeding Corydoradine Catfishes“.

Corydoras napoensis kommt im Rio Napo und Rio Aguarico in Ecuador vor, sowie im Rio Nanay in Peru und im Rio Atacuari und Rio Amazonas in Kolumbien. Es ist ein eher kleinere Corydoras Art, die etwa 5 cm im weiblichen Geschlecht erreicht; die Männchen bleiben etwas kleiner. Es gibt drei andere Arten, die sehr ähnlich aussehen, aber es gibt winzige Unterschiede, die eine Identifikation erlauben. Diese Arten sind Corydoras elegans, der häufig in Zoogeschäften zu finden ist, sowie Corydoras nanus und Corydoras pestai, die beide sehr selten anzutreffen sind.

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Ein Kurzbericht zur Vermehrung von Hypancistrus sp. „L 333“ im Aquarium

von Wolf-Hendrik KORB, Glauchau – erschienen im BSSW-Report 2-2004

Auf dem Heimweg vom 2003 Treffen der Mecklenburger Welsfreunde in Negast habe ich mir vier Tiere von New Queen Arabesque L 333 mitgebracht. Beim Herausfangen ließ sich noch kein Paar ausmachen. Also bezogen die Tiere zusammen mit sechs L 134 ein Becken mit den Maßen 75x55x35 cm, welches zentral über einen Rieselfilter gereinigt wird. Auf Bodengrund habe ich weitestgehend verzichtet. Als Einrichtung habe ich lediglich einige Schieferplatten sowie mit Javafarn bepflanzte Holzstücke sowie einige unterschiedliche Tonhöhlen verwendet. Die Wassertemperatur habe ich bei 29 °C eingestellt. Der pH Wert liegt bei 6,5 bis 7.0. Gefüttert wurde mit Artemia und Dupla Granulat sowie Duplarin G.

Zunächst passierte einmal eine ganze Weile nichts. Drei der vier L 333 waren ständig in den Tonhöhlen verschwunden. Ein Tier lag ständig unter einer großen Wurzel. Nachdem ich meine Aquarienfreunde mit meinen Fragen „genervt“ habe, wie ich denn diese Fische motivieren könnte, sich zu vermehren, bekam ich den Tipp, es einmal mit einer Höhle mit seitlichem Eingang zu versuchen. Ich legte zwei diese Höhlen mit in das Becken, wechselte die Hälfte des Wassers und senkte gleichzeitig die Temperatur auf 27 °C. Schon am nächsten Morgen bekam ich zwei der Tiere zu sehen, welche sich in der Höhle – wohl um die Höhle – balgten, so dachte ich jedenfalls. Einen Tag später hatte eines der Tiere die Höhle erfolgreich verteidigt und fächelte zu meiner großen Verwunderung und Freude. Dieses erste sowie auch nach kurzer Zeit das zweite Gelege wurden jedoch aus der Höhle herausgefächelt und verpilzten. Weiterlesen

Beobachtungen am Ablaichverhalten und Variation der Eigrösse bei Hypancistrus sp. L 260 „Queen Arabesque“

von Yann Fulliquet, Lausanne, Schweiz – erschienen im BSSW Report 4-2006

(aus dem Englischen übersetzt von Stephan M. Tanner)
erhalten am 8. August 2004

L270

L270

Im September letzten Jahres kaufte ich ein Pärchen Hypancistrus sp. L 260 „Queen Arabesque“ von einem Importeur im südlichen Frankreich. Einige Monate später erwarb ich zwei weitere Exemplare – Geschlecht unbekannt – aus einer anderen Quelle und setzte sie zusammen in mein 250 Liter Becken. Die Fische gewöhnten sich gut ein und ich hoffte, sie vermehren zu können. Dazu legte ich einige aus Schieferstein gefertigte Höhlen ins Becken. Die Größe war dem Männchen angepasst, so dass er sich darin sicher fühlte.

Zu Beginn dieses Jahres war es offensichtlich, dass eines der zwei zugesellten Tiere ein Weibchen war, aber das vierte Tier konnte durch seine geringe Größe noch keinem Geschlecht zugeordnet werden. Die zwei Weibchen zeigten reges Interesse für die Höhle, wo sich das Männchen aufhielt. Sie platzierten sich immer öfter direkt vor dem Eingang. Normalerweise vertrieb das Männchen alle Loricariiden, die der Höhle zu nahe kamen. Aber er kam nie aus der Höhle raus, um die Weibchen hinein zu lassen. Wasserwechsel zu 50% jeden zweiten Tag mit 60% Umkehrosmose- und 40% Leitungswasser mit einem jeweiligen Absenken der Temperatur von 29°C auf 20°C, anstelle des wöchentlichen Wechsels, brachte keinen Erfolg. Im Gegenteil, die Weibchen versteckten sich wieder und das Männchen gab sogar zeitweise die Höhle auf. Nicht gerade das Resultat, das ich erwartet hatte. Ich entschied, die Vermehrung vorläufig auf sich beruhen zu lassen, um es später nochmals zu versuchen. Weiterlesen

Ein weiterer Beitrag zur Diskussion über die Validität von Megalechis-Arten und Synonymen von Callichthyinen, die dem Genus Megalechis, Reis 1997 zugeordnet werden

von Dr. Joachim Knaack, Neuglobsow, erschienen im BSSW Report 3-2006

Im letzten BSSW-Report hat FRANZ (2006) die wechselnde Zuordnung von Arten und Synonymen innerhalb der Gattung Megalechis kritisch vorgestellt. Anlass dazu war die Veröffentlichung von REIS et al. (2005) „New Arrangement in the Synonymy of Megalechis“. Die von REIS (1997) vorgenommene Revision der Gattung Hoplosternum, basierend auf seiner Dissertation von 1993 war, was die Gattungsbewertung anbelangt, für die Systematik der Callichthyinen ein Fortschritt.

Das in den Museen vorhandene Material, welches unter Callichthys und Hoplosternum archiviert ist, gestattete zwar eine relativ sichere Abgrenzung von Gattungen, wie die Abtrennung der neuen Gattungen Megalechis REIS 1997 und Lepthoplosternum REIS 1997 aus dem Genus Hoplosternum. Aber für Arten wie z.B. Callichthys pictus und Callichthys exaratus, beide von MÜLLER und TROSCHEL 1848 beschrieben und jetzt zweifelsfrei dem Genus Megalechis zuzuordnen, ist meist nur ein Exemplar (der Holotypus) vorhanden. Konkrete Hinweise wie genaue Fundortangaben und Lebensraumverhältnisse fehlen. Fragen der innerartlichen Variabilität, sowie Geschlechtsdimorphismus und -dichromatismus standen damals nicht zur Diskussion und somit fehlen eigentliche Sammelserien, die heute Standard wären. Die Fangart von Fischen im vorigen Jahrhundert, deren Konservierung und Aufbewahrung während einer Expeditionsreise und der lange Transport erfolgten unter schwierigen Verhältnissen und führten zu negativen Auswirkungen auf das gesammelte Material. So gelangten häufig auch Loricariiden und Callichthyiden schon im beschädigten Zustand in die Museen…

Der Gemalte Schwielenwels Megalechis thoracata – Neues aus dem Tierreich

von Dietmar Franz, Potsdam, erschienen im BSSW-Report 1-2006

Jetzt haben alle Aquarianer einmal mehr umzulernen, und die Sturköpfe Recht behalten. Acht Jahre lang – seit der Revision von REIS (1997) – sollten wir den uns als Hoplosternum thoracatum bekannten Gemalten Schwielenwels Megalechis personata nennen, jetzt heißt es Kommando zurück (REIS et al., 2005).

Weder die Originalbeschreibungen noch die dazugehörigen Abbildungen haben die damals von REIS eingeführte Zuordnung gerechtfertigt. Allein die Untersuchung des Tiermaterials hätte zu der vorgenommenen Änderung führen können und dürfen. Dass dies jedoch nicht ohne die Ansicht des Typenmaterials möglich ist, hat sich hier bitter bewahrheitet. Denn der Holotypus von Callichthys thoracatus beweist, was die Originale (VALENCIENNES, 1840 und RANZANI, 1842) mit den entsprechenden Abbildungen nur befürchten ließen: C. thoracatus und C. personatus sind ein und dasselbe (REIS et al., 2005). Wobei thoracatus der ältere Name und Callichthys personatus nur ein jüngeres Synonym ist. Die zweite, uns aquaristisch bekannte Art der Gattung Megalechis, heißt demnach nicht M. thoracata sondern nunmehr M. picta (MÜLLER & TROSCHEL, 1848). Weiterlesen

Ein Panzerwels der Extraklasse

von Tonia Gassner & Erik Schiller, Fotos von Ingo Seidel – Erschienen im BSSW Report 2-2005

Schon FRANKE benutzte 1993 diese Überschrift, als er einen Artikel über Corydoras pulcher in der Datz veröffentlichte. Da Corydoras pulcher mit Corydoras ornatus eng verwandt ist, hielt ich diese Überschrift für zutreffend und wählte sie noch einmal. Der Name ,ornatus“ leitet sich vom lateinischen ab und bedeutet soviel wie der ,Gutaussehende und Hervorragende“. Es ist eine Anspielung auf die hübsche Zeichnung dieses Corydoras. Weiterlesen

Corydoras sp. C 121 – Nachzucht geglückt

Von Joachim Logisch, erschienen im BSSW Report 3-2005

Zum ersten Mal sah ich diesen wunderschönen Panzerwels am 10.01.2004 in einer Hamburger Filiale einer großen Zoohandelskette – angeboten als Corydoras adolfoi. Auf den Hinweis, dass dies wohl keine C. adolfoi seien, bekam ich die Antwort, dass es sich sicher um diese Art handele, sie würden sie immer so bekommen… Auch im Internet konnte mir nicht weitergeholfen werden. Gut einen Monat später wurde der Fisch dann als C 121 in der Märzausgabe der Datz vorgestellt. Die Tiere stammen lt. Hans-Georg EVERS (mündliche Mitteilung) aus dem oberen Rio Negro – Einzug im Bundesstaat Amazonas/Brasilien, die Art ist offenbar variabel. Weiterlesen