Haltung

Corydoras axelrodi

von Mathias TEUCKE, München, erschienen im BSSW-Report 3-2008

Eine Gruppe Corydoras axelrodi, angelockt von einer Futtertablette

Eine Gruppe Corydoras axelrodi, angelockt von einer Futtertablette

Der Panzerwels Corydoras axelrodi, der im Deutschen auch Axelrods Panzerwels genannt wird, wurde 1962 von RÖSSEL beschrieben. Der Artname bezieht sich auf Dr. Herbert AXELROD. Gefunden wurde dieser Wels im Rio Meta in Kolumbien.

Meine Gruppe, bestehend aus sechs Weibchen und zwei Männchen, bekam ich von einem Züchter. Leider findet man diese Art relativ selten im Handel. Das ist eigentlich sehr schade, da die Fische bei richtig einfallendem Licht sehr attraktiv golden gezeichnet sind. Anfangs hielt ich die gesamte Gruppe in einem Aquarium, das sie für sich allein hatten. Sie wurde gut und abwechslungsreich mit allerlei Frost- und Granulatfutter gefüttert. Die Weibchen wurden immer dicker, aber eine Balz oder gar ein Ablaichen konnte ich leider nicht beobachten. Es war gerade März und ich rechnete nicht wirklich mit einer erfolgreichen Fortpflanzung und so übte ich mich notgedrungen in Geduld.
Weiterlesen

Erste Erfahrungen mit Pangio alcoides

von Hans Beiderbeck, Sandhausen – erschienen im BSSW Report 2-2002

Pangio alcoides

Pangio alcoides

Zusätzlich zu den „normalen“, gestreiften Dornaugen aus dem Formenkreis um Pangio kuhlii werden hin und wieder auch einfarbige Dornaugen importiert. Aus einem grösseren Schwung von P. kuhlii konnte ich vor einiger Zeit zwei Schmerlen herausfangen, die sich deutlich von den mir bekannten Dornaugen unterschieden. Während die mir bisher bekannten einfarbigen Dornaugen meist einfarbig braun oder zimtfarben waren, ist bei diesen Tieren die Färbung zwischen oberer und unterer Körperhälfte geteilt. Während die obere Körperhälfte graubraun bis stimmungs- und umgebungsabhängig fast schwarz sein kann, ist die untere Körperhälfte farblos. In der deutschsprachigen Literatur wird ein so gefärbtes Dornauge bereits einmal erwähnt und abgebildet (Berlinghof 1992).

Auch in den USA scheinen solche Dornaugen schon aufgetaucht zu sein; so zeigt die Webseite Loaches-OnLine ein so gefärbtes Tier als P. pangia/oblonga. Unabhängig von der Frage, ob die beiden Arten wirklich synonymisiert werden können, ist dies vermutlich falsch, da es sich bei den Taxa P. pangia und P. oblonga um einfarbig braune Arten handelt (Kottelat & Lim 1993, Menon 1993). Nach Kottelat gibt es zumindest unter den Dornaugen der malayischen Halbinsel nur eine Art, die eine solche Färbung hat, nämlich P. alcoides (Kottelat & Lim 1993). Der Artname bezieht sich auf die Färbung des Alks (Alca torda), eines pinguinähnlichen Vogels, der auf der Nordhalbkugel der Erde vorkommt. Kottelat & Lim beschreiben die Rückenfärbung der konservierten Tiere als fast durchgängig schwarz, erwähnen aber, dass die lebenden Tiere einfarbig grau aussehen. Weiterlesen