Thailand

Ellopostoma mystax, eine seltene Schmerle (Cobitoidea, Ellopostomatidae)

erschienen im Report 2-2010 – von Jens Kühne, Nakhon Sri Thammarat/Thailand und Gerhard Ott, Flensburg

Zeichnungen aus der Originalbeschreibung von Vaillant (1902)

Zeichnungen aus der Originalbeschreibung von Vaillant (1902)

Im September 2009 wurde auf der Webseite der IG-BSSW ein Aspekt zur unendlichen Geschichte, wie viele Schmerlen(familien) es gibt, kurz dargestellt. Offene Wissenschaftler zitieren gerne die Erkenntnis, die heutige wissenschaftliche Erkenntnis sei immer der Irrtum von morgen. Ein Satz, der Jakob von Uexküll, einem deutsch-schwedischen Biologen zugeschrieben wird. Anlass des Beitrags auf der Webseite war die Tatsache, dass gerade eine neue Familie von Schmerlen aufgestellt worden war: Ellopostomatidae Bohlen & Šlechtová, 2009 und zwar in der Zeitschrift „Ichthyological Exploration of Freshwaters“, auf deren Titel auch ein erstes Foto eines lebenden Ellopostoma mystax Tan & Lim, 2002 zu sehen ist.

Ellopostoma, eine rätselhafte Gattung von Schmerlen

Fische der Gattung Ellopostoma sind schon seit über hundert Jahren bekannt, als Vaillant (1902) sie in der Gattung Aperioptus mit der Typusart megalomycter beschrieb. Dabei war sich schon Vaillant nicht sicher, ob die Fische überhaupt in die Gattung Aperioptus Richardson, 1848 gehören und schlug gleich einen neuen Gattungsnamen, eben Ellopostoma, vor. Damals war Cobitidae die einzige Schmerlenfamilie, sodass die Art erst mal als Steinbeißer im weitesten Sinne verstanden wurde. Weiterlesen

Acanthocobitis zonalternans und Nachwuchs in Thailand

Aus dem fernen Asien (Thailand, Provinz Phang Nga) grüßt ein BSSW-Mitglied mit Fotos vom Ban Niang Bach/Fluss, in dem am Ende der Trockenzeit Acanthocobitis zonalternans unter Wasser fotografiert wurden:

Bach Ban Niang (Chong Fah) und Acanthocobitis alternans

Bach Ban Niang (Chong Fah) und Acanthocobitis alternans

In dem Bach sind an Fischen anzutreffen: Neolissocheilus sp., Devario regina, Danio kerri, Channa gachua, Schistura ssp. und eben die Acanthocobitis zonalternans.

Diese Art wurde im Aquarium schon mehrfach nachgezüchtet (McINERNY, TANNER, OTT). Interessant ist, dass in dem Bach hier fast zum Ende der Trockenzeit (Februar 2009) juvenile A. z. anzutreffen sind. In dieser Größe hätte man sie eigentlich im Dezember (nach der Regenzeit) erwartet.