Verhalten

Fragen zum Laichzyklus bei Hyphessobrycon elachys

Zu vielen Salmlerarten existieren Beobachtungen, deren Laichzyklus betreffend. Nicht zuletzt in PINTERS „Handbuch der Aquarienfischzucht“ sind viele Daten gesammelt. Leider schweigt er sich über Hyphessobrycon elachys, dem Schilfsalmler aus.

Folgende Beobachtungen habe ich bisher machen können: Meine Schilfsalmler beginnen täglich gegen 16:30 Uhr mit dem „Balzgeschäft“ im Zuge dessen es auch immer wieder zu einem Ablaichen – inklusive Vertilgen des Laiches – kommt. Die Aktivitäten halten etwa 1,5 Stunden an, danach kehrt wieder Ruhe ein. Weiterlesen

Panzerwelse – faszinierende Überlebenskünstler

von Christopher WÜRZ, Sengenthal-Buchberg – erschienen im BSSW Report 3-2007

report-3-2007-artikel-10Obwohl schon vor über 200 Jahren die ersten Panzerwelse gefangen wurden, blieben die meisten Arten lange Zeit verborgen. Jährlich werden einige neue Arten entdeckt. So sind diese Welse wegen ihrer relativ späten Entdeckung im Vergleich zu anderen Tierarten noch kaum erforscht. Doch in jüngster Zeit gewinnt man immer mehr Erkenntnisse über die Spezialisierung dieser faszinierenden Überlebenskünstler. In ihrer seit über 50 Millionen Jahren andauernden Evolutionsgeschichte haben sich die Panzerwelse perfekt an ihren Lebensraum angepasst. Sie haben sich fast über den gesamten südamerikanischen Kontinent ausgebreitet, wo sie die unterschiedlichsten Gewässertypen bewohnen. Vorkommen sind belegt in fast reinem Schwarzwasser (Scleromystax barbatus), Weißwasser (Corydoras similis) und Klarwasser (C. adolfoi), sowie in warmen Gewässern (C. caudimaculatus), als auch in kühlen Gebirgsbächen (C. ehrhardti), in strömungsarmen (C. gracilis) und strömungsreichen Gewässertypen (Spitzkopfpanzerwelse).

Panzerwelse besitzen einen stromlinienförmigen und seitlich leicht abgeflachten Körper, der ihnen das Schwimmen in Fließgewässern ermöglicht. Dies ist vor allem für die langschnäuzigen Panzerwelse von sehr großer Bedeutung, da sie sich – möglicherweise aufgrund ihres höheren Sauerstoffbedarfs – meist in Flussabschnitten mit hoher Fließgeschwindigkeit aufhalten. Interessanterweise unterscheidet sich das Profil der Brustflossenstacheln der meisten Spitzkopfpanzerwelse (Abb. 1) stark von dem der kurzschnäuzigen Corydoras-Arten. Die Bezahnung ist beispielsweise bei Corydoras serratus (serratus: gesägt) so stark ausgeprägt, dass dieses charakteristische Merkmal bei seiner Namensgebung berücksichtigt wurde (KLAWONN, 2007). Im Gegensatz dazu ist das Profil der Pectoralstacheln bei den meisten Kurzschnäuzern mit bloßem Auge kaum erkennbar. Möglicherweise bewirken die größeren Vertiefungen in den Brustflossenstacheln, dass der bei der Fortbewegung der Wasserwiderstand gesenkt wird, was besonders für strömungsliebende Arten dienlich wäre. Auch bei der Nahrungssuche zeigen Spitzkopfpanzerwelse einige Auffälligkeiten. Weiterlesen

Wie „macht“ man Hyphessobrycon elachys – Erste Versuche mit einem bezaubernden Salmler

von Marc Schnau, Dörverden – erschienen im BSSW Report 1-2007

Auf der Suche nach einer kleinen Salmlerart, vor allem aber weil sich meine Frau auf die Suche nach roten Pfeffersalmlern (Axelrodia riesei) machen wollte, fuhren wir im Sommer 2005 nach Oldenburg in das Aquaristik-Fachgeschäft Aqua-Design. Wir fuhren in genau dieses Geschäft weil es uns als eine Ausnahmeerscheinung unter den Aquaristik-Geschäften empfohlen wurde. Es sei nur am Rande erwähnt, dass sich diese Empfehlung als nur zu richtig bewahrheitete – es ist kaum möglich dort ohne mindestens eine Fischtüte herauszukommen, sehr empfehlenswert! Weiterlesen

Balzverhalten der Schachbrettschmerle Botia sidthimunki

von Stefan Reitel, Hamburg, erschienen im BSSW Report 3-1998

Botia sidthimunki - Foto Gerhard Ott

Botia sidthimunki - Foto Gerhard Ott

Im Sommer 1993 kaufte ich mir sieben Botia sidthimunki. Sie bewohnen seitdem ein 240 1-Aquarium zusammen mit Salmlern und Panzerwelsen, welches mit Hamburger Leitungswasser (pH 7,4, 7 °KH, 12 °GH, 560µS Leitfähigkeit) gefüllt und auf 25 °C geheizt wird. Das Aquarium ist stark bepflanzt und mit zwei großen Wurzeln ausgestattet. Von den sieben Tieren starben leider zwei nach ca. zwei Jahren zeitgleich. Die Todesursache konnte ich nicht feststellen. Meine Botia sidthimunki schwammen als juvenile Tiere im Schwarm lebhaft durch das Becken. Sie wurden mit zunehmendem Alter ruhiger und liegen meist unter den Wurzeln. Sie bevorzugen dort insbesondere die Stellen, wo sie auf dem Holz liegen können und zugleich Schutz durch die Wurzel von oben haben. Vier Tiere bevorzugen die linke, ein männliches Tier (im folgenden: Männchen M1) die rechte Wurzel. Meine B. sidthimunki sind leider recht scheu. Gefüttert werden sie mit Frostfutter (Artemia, Cyclops und schwarze Mückenlarven) und Trockenfutter. Weiterlesen