Zucht

28. Tagung der IG BSSW

7. bis 9. Oktober 2016 in Herzogenaurach

Gemütliches Beisammensein

Gemütliches Beisammensein
© Daniel KONN-VETTERLEIN

Gleich zu Anfang: Währen der Tagung wurde gerätselt, wann denn nun das Jubiläum gefeiert wird. Die Gründung des VDA-Arbeitskreises/der IG war am 5. November 1988 in Gießen. Soviel dazu.

Das diesjährige Treffen fand im NOVINA Hotel in Herzogenaurach, bekannt als Sporthotel, statt. Viele Vereinsmitglieder reisten schon am Freitag an und fanden sich in gemütlicher Runde zusammen.

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Ein fast vergessener Klassiker – Hyphessobrycon heterorhabdus (Ulrey, 1894)

von Stefan K. HETZ, Berlin – Erschienen im BSSW-Report 2-2009

Hyphessobrycon heterorhabdus, der Dreibandsalmler

Hyphessobrycon heterorhabdus, der Dreibandsalmler

Hyphessobrycon heterorhabdus stand seit meiner Kindheit – und das ist schon eine geraume Zeit her – auf meiner Wunschliste. Seit ich im Alter von 14 Jahren die Art einmal auf dem Einband eines kleinen Büchleins (JOCHER 1968) gesehen hatte, wusste ich, dass ich diesen Fisch irgendwann einmal haben (und züchten) wollte. Nun bin ich ein recht geduldiger Mensch; keiner der „dringend“ irgendeine Art sucht und dafür Hunderte von Kilometern zurücklegt. Oft löst sich das Problem ganz von allein, auch wenn es, wie bei H. heterorhabdus, mehr als zwanzig Jahre dauert.

Die Salmlerart wurde schon vor mehr als 110 Jahren beschrieben (ULREY 1894). Aber erst etliche Jahre später (ARNOLD 1939) wurde die Art gesammelt und für die Aquaristik verfügbar gemacht, obwohl H. heterorhabdus nach Aussagen von Eggeling schon um 1905 in Hamburg eingeführt worden sein soll (EGGELING 1956). In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts war die Art dann dauernd im Standardangebot des Aquaristikfachhandels zu finden, obwohl ihre Nachzucht als schwierig galt (NACHSTEDT und TUSCHE 1950, VOGT 1959, JOCHER 1968). Wie auch immer, in den späten 70er Jahren des vorherigen Jahrhunderts waren keine Tiere mehr im Handel zu bekommen, auf jeden Fall nicht in Ober- und Mittelfranken. Auch die deutschen Bezeichnungen für den Fisch waren nicht immer einheitlich. Von „Flaggensalmler“ über „falscher“ und „echter Ulrey“ (nach dem Erstbeschreiber) bis hin zum mittlerweile gebräuchlichsten Namen „Dreibandsalmler“ war alles vertreten. Weiterlesen

Nachzucht von Yunnanilus cruciatus

von Frank LÜTHKE, Oldenburg – erhalten am 03.04.2009

Yunnanilus cruciatus

Yunnanilus cruciatus, adult

Ich besitze seit August 2008 sechs  Yunnanilus cruciatus. Die Tiere bewohnen mittlerweile allein ein 50-cm-Standardbecken, das mit Ammerländer Leitungswasser gefüllt ist (Leitfähigkeit 330 µS/cm, pH um 7,5). Die Einrichtung besteht aus Javamoos, Wassernabel, einer Wurzel und feinem Sand als Bodengrund. Gefiltert wird über einen Hamburger Mattenfilter. Ein 50-prozentiger Wasserwechsel findet einmal die Woche mit temperiertem Wasser statt.

Die Tiere waren nach dem Einsetzen sehr scheu und schreckhaft und verloren recht schnell ihre typische Tigerzeichnung. Diese wich einem schmalen Längsband. Erst nach ungefähr zwei Monaten kam die wunderbare Zeichnung wieder zum Vorschein und ich konnte die Tiere auch nach längerem ruhig sitzen beim entspannten Futtersuchen beobachten.

Da es sich anscheinend um drei laichvolle Weibchen und drei Männchen handelte, habe ich ab Januar 2009 ernsthafte Nachzuchtbemühungen unternommen. Weiterlesen

Schistura geisleri hat gelaicht

Pünktlich zur Gründungsversammlung der IG-BSSW (ich war also nicht zuhause) hat Schistura geisleri abgelaicht.

Schistur geisleri, juvenil, ca. 15 mm

Schistur geisleri, juvenil, ca. 15 mm

Geschlechtsreife Schisura geisleri

Hier zwei "Pärchen", also 2 Männchen (die kleineren mit den spitzen Brustflosse) und 2 Weibchen (die dickeren mit abgerundeten Brustflossen)

Laichfalle

Das ist die Laichfalle: Die Larven und Jungfische leben bis zu einer Größe von etwa 12 bis 15 mm in dem Interstitial (Lückensystem im Bodengrund) des Kieses.

Demnächst mehr darüber.

Gerhard, Flensburg

Schistura geisleri, a small loach of the family Nemacheilidae, spawned. See also here: http://forums.loaches.com/viewtopic.php?p=145214#145214

More information on the species here: http://www.loaches.com/species-index/schistura-geisleri

Gerhard Ott, Flensburg

Zu wenig Weibchen unter den Nachzuchten?

Dann entweder das gute Berliner Leitungswasser verwenden, weiter auf die eigenen Rezepte schwören oder abwarten, was die zukünftige Forschung bringt.

Spass beiseite, über das Geschlechterverhältnis wird in Aquarianerkreisen immer gerne diskutiert, Wissenschaftler tun aktiv was dagegen: In einem Artikel haben chinesische Forscher veröffentlicht, wie sie genetisch den Anteil von Weibchen in der Nachkommenschft verändern können. In ihrer Arbeit nutzten Chen und Coautoren die Technik, um vor allem Weibchen zu generieren, da diese deutlich schneller wachsen als die Männchen und somit mehr Profit versprechen. Das Geschlechterverhältnis wurde dadurch zu 3:1 zugunsten der Weibchen verschoben (das wäre doch was für L-Wels Halter). Interessanterweise konnten sie bei den Tieren auch sogenannte „Superfrauen“ generieren, die sich anders als die normalen Weibchen (ZW) durch einen WW-Genotyp auszeichneten (ich hatte im aktuellen BSSW-Report was dazu verfasst). Mal sehen, was da noch auf uns zukommt — in der Aquakultur und in der Aquaristik.

Stefan

Chen, S. L. et al. Molecular marker-assisted sex control in half-smooth tongue sole (Cynoglossus semilaevis). Aquaculture doi: 10.1016/j.aquaculture.2008.07.015 (2008).

Corydoras axelrodi

von Mathias TEUCKE, München, erschienen im BSSW-Report 3-2008

Eine Gruppe Corydoras axelrodi, angelockt von einer Futtertablette

Eine Gruppe Corydoras axelrodi, angelockt von einer Futtertablette

Der Panzerwels Corydoras axelrodi, der im Deutschen auch Axelrods Panzerwels genannt wird, wurde 1962 von RÖSSEL beschrieben. Der Artname bezieht sich auf Dr. Herbert AXELROD. Gefunden wurde dieser Wels im Rio Meta in Kolumbien.

Meine Gruppe, bestehend aus sechs Weibchen und zwei Männchen, bekam ich von einem Züchter. Leider findet man diese Art relativ selten im Handel. Das ist eigentlich sehr schade, da die Fische bei richtig einfallendem Licht sehr attraktiv golden gezeichnet sind. Anfangs hielt ich die gesamte Gruppe in einem Aquarium, das sie für sich allein hatten. Sie wurde gut und abwechslungsreich mit allerlei Frost- und Granulatfutter gefüttert. Die Weibchen wurden immer dicker, aber eine Balz oder gar ein Ablaichen konnte ich leider nicht beobachten. Es war gerade März und ich rechnete nicht wirklich mit einer erfolgreichen Fortpflanzung und so übte ich mich notgedrungen in Geduld.
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Fragen zum Laichzyklus bei Hyphessobrycon elachys

Zu vielen Salmlerarten existieren Beobachtungen, deren Laichzyklus betreffend. Nicht zuletzt in PINTERS „Handbuch der Aquarienfischzucht“ sind viele Daten gesammelt. Leider schweigt er sich über Hyphessobrycon elachys, dem Schilfsalmler aus.

Folgende Beobachtungen habe ich bisher machen können: Meine Schilfsalmler beginnen täglich gegen 16:30 Uhr mit dem „Balzgeschäft“ im Zuge dessen es auch immer wieder zu einem Ablaichen – inklusive Vertilgen des Laiches – kommt. Die Aktivitäten halten etwa 1,5 Stunden an, danach kehrt wieder Ruhe ein. Weiterlesen

Nachgehakt: Myanmar-Zwergschmerle (Yunnanilus sp.)

Was ist eigentlich aus den Zwergschmerlen geworden, die vor einem guten Jahr so „in“ waren? Sind die Tiere mittlerweile regelmäßig im Handel? Werden die Tiere von Züchtern angeboten oder sind die Tiere schon wieder verschwunden? Wer hält diese Tiere noch?

Wir hatten über die Fische vor einem guten Jahr im BSSW-Report mehrfach berichtet:

  • Ott, G. (2007). Die Sparte Schmerlen im Jahr 2007. BSSW-Report 19 (4): 4-8.
  • Ott, G. (2007). Mitteilung der VDA Fischbestimmungsstelle FBS 2007-002 Eine ichthyologisch unbeschriebene Yunnanilus sp. der Familie Balitoridae. BSSW-Report 19 (4): 9-10.
  • Szipl, G. und Vogler, S. (2007). Eine Schmerle zum Züchten: die Myanmar-Zwergschmerle (Yunnanilus sp.). BSSW-Report 19 (4): 11-14.

Meldet Euch doch mal oder hinterlasst einen Kommentar hier auf der Seite, falls Ihr weitere Informationen habt.

beste Grüße

Stefan K. Hetz

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