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Danio erythromicron, (ANNANDALE) 1918

von Marc SCHNAU, Dörverden mit Bildern von Ye Hein HTET, Myanmar – erschienen im BSSW-Report 2-2008

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Fischer auf dem Lake Inle, Copyright Ye Hein HTET

Im Zuge der Aufregung um die schönen Microrasbora sp. „Galaxy“ (mittlerweile Danio margaritatus; für einige Monate in eine eigene Gattung – Celestichthys (ROBERTS) 2007 – gestellt gewesen) tauchten im Frühjahr 2007 weitere sehr interessante Bärblinge bei den Großhändlern und in der Folge in einigen wenigen Händlerbecken auf.

Sowohl Bärblinge, welche zwischenzeitlich schon einmal in Vergessenheit gerieten, also auch Bärblinge, die „brandheiß“ sind, kaum entdeckt schon in Europa – so zum Beispiel „TW01“, „TW02“ und „TW03“ von Tin WIN/Myanmar, aber auch eine Art, welche von ANNANDALE schon 1918 als Microrasbora erythromicron beschrieben wurde, Danio erythromicron.

Diese Bärblingsart ist für mich persönlich die wohl schönste Art aus der Unterfamilie der Danioninae, die Tiere gefallen mir deutlich besser als D. margaritatus. Nachdem ich diese Art in einem Bremer Händlerbecken erstmals in voller Pracht sehen konnte, war es mir nicht möglich, der Versuchung zu widerstehen; ich erwarb einige Exemplare. Erste Recherchen im Internet hatten zuvor zu verschiedenen, teilweise recht detaillierten, teilweise widersprüchlichen Informationen über Danio erythromicron geführt. Das irritierte mich in diesem Fall aber nicht sonderlich. Bevor es an das sogenannte „Zuchttagebuch“ geht, möchte ich zunächst einige Worte über die Herkunft von Danio erythromicron verlieren.

Das Habitat

Um sich dem Habitat von Danio erythromicron anzunähern, ist es vielleicht eine gute Idee, sich zunächst kurz das Land Myanmar anzuschauen. Myanmar (früher Birma/Burma) liegt zwischen Indien und Thailand, südöstlich des Himalaja und grenzt im Süden an den Indischen Ozean. Mit einer Fläche von annähernd 677.000 Quadratkilometern ist Myanmar fast 1,9-mal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Weiterlesen

Neuer Fundort von Hyphessobrycon elachys WEITZMAN, 1984

von Wolfgang Staeck, Berlin – erschienen im BSSW Report 1-2007

Hyphessobrycon elachys

Hyphessobrycon elachys

Jedes Jahr nutzen viele Aquarianer ihren Urlaub, um in die Heimatländer der von ihnen im Aquarium gehaltenen Arten zu reisen. Dort betreiben sie in den natürlichen Lebensräumen ihrer Pfleglinge Studien und fangen auch Fische. Im Allgemeinen sind derartige Reisen natürlich mit Vermutungen darüber verknüpft, welche Arten in dem ausgewählten Reiseland zu fangen sind. Ein besonderer Reiz besteht für mich jedoch darin, dass ich bisher ausnahmslos auch Fische gefangen habe, an die ich vorher gar nicht gedacht habe. Manchmal liegt das daran, dass die Fundortangaben für viele Aquarienfische noch lückenhaft sind. Weiterlesen